Archiv des Monats: Juli 2012

Schonungslos und indiskret

Meine Schuld

Die Entdeckung dieser Zeitung hat mir die Augen geöffnet: die deutsche Zeitschriften- und Presselandschaft ist sehr gut. Denn solange jedes niedrigste Niveau von den Zeitschriften des Kelter-Verlags mit Leichtigkeit unterboten werden kann, geht die Lernkurve selbst beim Goldenen Blatt stetig bergauf. Überboten werden diese Geschichte nur von „Meine Lebenslüge“ oder vom wahren Leben. Man ist also ganz nah dran.

Auf der anderen Seite habe ich jetzt etwas Mut geschöpft: da ich gern als Autor tätig bin, und sich meine Begabung zu Höherem doch in Grenzen hält, könnte ich dort vielleicht die Chance bekommen, missratene Schmalztexte in Zweit- oder Drittverwertung zu Geld zu machen.

Arubaito

Arubaito

Bisher hatte ich immer gedacht, dass Baustellen nur in Japan von fünf ABM-Leuten bewacht werden, damit niemand umknickt (siehe hier). Aber an der Kreuzung Langemarckstraße/Osterstraße wird die Baustelle bewacht, was das Zeug hält. Kein einziges Mal wusste ich nicht, was tun ist. Ich ging daran entlang, und der Typ winkte mir. Hier lang, ja, hier, nein da, vielen Dank.

Krise

Zahngold

Krise, Krise, Krise. Und immer an die Loser, äh, Leser denken.

Neulich las ich einen Artikel, der davon sprach, in Zeiten der Wirtschaftskrise, die vermutlich seit der Steinzeit andauert, entschieden sich immer mehr Menschen, zum Pfandleiher zu gehen. Oder eben zum Zahnleiher.
Als ich heute auf dem Weg zum Religionsunterricht in Hannover durch die Innenstadt watschelte, entdeckte ich diese Möglichkeit, meine beiden Goldzähne zu Geld zu machen. Bisher habe ich das Angebot nicht wahrgenommen, aber tendenziell fühle ich mich ab jedem 20. eines Monats dem Gedanken näher.

Und wenn ich das Gold nicht abkriege, dann halt mit Zahn.

Schlimme Schmierereien

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Das ist ein Aufruhr. Über Nacht sind an drei Orten in Bremen hohe Hauswände mit Regenbogenfarben beschmiert worden. Die drei Objekte: das GW2-Gebäude der Uni, ein Parkhaus und ein Gebäude des Finanzsenators. Schrecklich!

Die Presse in Bremen bildete eine einhellige öffentliche Meinung ab: Übeltäter, schlimm, grausame Tat, wir erwischen die, großer Schaden. Der Weserkurier, Bremens Tageszeitung, erwähnte aber auf knappem Raum auch andere Stimmen. Mitarbeiter wurden zitiert, die das Bunt an den Wänden sogar schöner finden.

 

Nachtrag im Dezember 2012: An der Uni sind die Farben noch dran. Das Parkhaus wurde renoviert, am Senator wurde übergestrichen.