
Man kann von der Integrationsdebatte nicht halten, was man will. Sie ist dämlich, fehlgeleitet und der Kardinalfehler ist, dass man über jemanden redet, der aber meist gar nicht dabei ist. Daraus sind halbrechtspopulistische Kampfbegriffe wie „Multikulti“ entstanden, die heute sowohl von offen Fremdenfeindlichen verwendet werden, wie auch von Angela Merkel.
So lange man sich nicht für seine Nachbarn interessiert und die Kommunen weiterhin die soziale Segregation in den Außenbezirken der Städte vorantreiben, da sie dort neuen günstigen Wohnraum etablieren, gibt es keinen Dialog und kein Aufeinanderzugehen.
Lustigerweise ist die Adresse auf dem Plakat genau jene, an der ich inzwischen „integrierte“ Ausländer unterrichte.
Auch muss ich nicht so negativ sein: lediglich aufgrund der zum Teil verrückten Sozialsysteme Deutschlands ist es mir möglich, für den zweiten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Meine Kollegen, die diese Integrationskurse anbieten, werden auch vom Staat bezahlt.