Willkommen in Arkadien – zumindest einem weiteren Versuch dessen. Häfen scheinen sich anzubieten: der Medienhafen in Düsseldorf, der Kreativ-Hafen in Münster und vor allem Hafen-City in Hamburg. In Bremen ist das nicht anders. Da findet man blumige Wörter wie „Hafenkante“, „Weser Quartier“, „Newport“ oder „Wohnen am Kaffeequartier“.
Als ich die Trabantenstadt erkundete, traf ich auf Einöde, Einsamkeit und Geisterstimmung. Ebenso auf hohe Preise in der Pizzeria. Wer dort wohl wohnt?
Ich denke gerade an die Satelliten- bzw. Trabantenstädte der bisherigen Jahrzehnte. Schon vor dem Krieg entwickelten Architekten Ideen, wie mensch in Zukunft wohnen könnte. Gropiusstadt in Berlin, Lößnig in Leipzig oder der Blockdieck in Bremen zeugen davon. Nicht selten versprach man sich von diesen „Quartieren“ viel. Euphemistisch z.B. in Bremen „Gartenstadt“ genannt, denkt man bei den Gegenden heute nur noch an „Platte“. Wohnen im Silo. Anonym, günstig und in einer sozialen Sondersituation. Ein sozialer Erfolg war das nie. Dennoch wird heute immer noch gebaut. Zumindest soziale Segregation wirkt da vorprogrammiert.
DENN:





